#117: Mut.Menschen.Märkte: Fit für die Theke
Shownotes
117: Mut.Menschen.Märkte: Fit für die Theke
Mit: Bärbel Wolpers und Stan Lukic, Servicetrainer der REWE Region West
Was darf's heute sein? An der Servicetheke geht es um weit mehr als Fleisch, Wurst und Käse. Gefragt sind Fachwissen, handwerkliches Können, Freude am Verkaufen und vor allem ein gutes Gespür für Menschen.
Doch gewinnt man innerhalb weniger Tage das Vertrauen eines neuen Teams? Was müssen Azubis für ihre Prüfungen können? Und wie gelingt der Einstieg, wenn man vorher noch nie eine Aufschnittmaschine bedient oder ein Verkaufsgespräch an der Theke geführt hat?
Bärbel Wolpers und Stan Lukic sind Servicetrainer der REWE West. In Episode 117 der WESTside Stories sprechen sie über Trainingswochen, die kleinen und großen Erfolgserlebnisse und warum eine gute Einarbeitung so wichtig ist.
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Die nächste Folge der WESTside Stories erscheint am 21. Oktober 2026.
Gäste: Bärbel Wolpers und Stan Lukic
Moderation: Christiane Preisen
Redakteurinnen: Jasmin Roussel, Marie Demmer
Transkript anzeigen
Stan: Die fachliche Kompetenz, wenn man sich mal die Warenwelt bei uns anguckt. Das ist sehr breit gestreut. Das kann einem schon ein bisschen Angst einflößen.
Bärbel: Haben wir schon mal einen Anruf bekommen von einem Bereichsleiter, der gesagt hat Wow, ich habe die Dame vorher noch nie gesehen. Ich weiß nur, die kommt aus dem Ausland, spricht wenig Deutsch. Es ist noch gar nicht so lange her. Die kann ich aber alleine an die Theke stellen. Ich brauche mich da nicht mehr drum kümmern.
Stan: Mit dem Lächeln kann nichts schiefgehen. Es hat alles glatt gebügelt. Das zeigt auch wieder, worauf es ankommt unser Berufsbild.
Christiane: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge der West Side Story. Mein Name ist Christiane und ich freue mich, dass ihr wieder eingeschaltet habt. Was darf's heute sein? Diesen Satz haben die meisten Kundinnen an unserer Servicetheke schon mal gehört. Doch zur Arbeit einer Servicetheke gehört weit mehr als die Bedienung. Neben Fachwissen über Fleisch, Wurst und Käse sind auch Beratungskompetenz, handwerkliches Können und jede Menge Leidenschaft gefragt. Genau hier kommen unsere Service-Trainerinnen ins Spiel.
Christiane: Sie begleiten Azubis, Quereinsteiger und auch erfahrene Mitarbeitende. Machen sie fit für den Einsatz an der Theke. Wie das konkret aussieht und was hinter dem Kurs Fit für die Theke für Quereinsteiger steckt, darüber spreche ich heute mit meinen Gästen Bärbel Wolpers und Stan Lukic. Hallo ihr beiden.
Speaker 4: Hallo, Hallo!
Christiane: Ja, schön, dass ihr da seid.
Speaker 4: Danke, dass wir da sein dürfen.
Christiane: Sehr, sehr gerne. Ihr beiden. Bärbel. Uns. Denn ihr seid, wie gesagt, Teil unseres Teams, der Service Trainerinnen. Für alle, die euch noch nicht kennen. Erzählt doch mal ganz kurz, wer ihr seid, wie euer Weg war bzw wie ihr vor und auch hinter die Theke gefunden habt.
Stan: Ja, ich bin 43 Jahre alt, verheiratet, habe zwei Mädels zu Hause. Angefangen habe ich in einem Globus. Ich habe die Ausbildung zum Industriekaufmann gemacht und durfte im Rahmen der Ausbildung dann die Servicetheke kennenlernen und habe da sehr viel Freude daran gefunden. Es hat Spaß gemacht, es war sehr abwechslungsreich. Wir hatten damals auch einen Meister und zwei Gesellen, war eine große Abteilung und durfte auch schnell mit an den Tisch, wurde mit dem Handwerk vertraut gemacht.
Stan: Kurz gesagt sind daraus jetzt 26 Jahre geworden.
Christiane: Wahnsinn bei dir, Bärbel.
Bärbel: Ja, ich wollte eigentlich mal was anderes lernen und bin dann. Also damals waren die Azubiplätze noch rar, die Lehrstellen und bin dann durch Zufall darin gelandet, habe FleischereiFachverkäuferin gelernt und das hat mir am Ende dann doch so viel Spaß gemacht, dass ich hängen geblieben bin. Und durch verschiedene Weiterbildungen etc. bin ich dann oder auch verschiedene Wege. Ich war auch mal eine Weile Fachberaterin im Außendienst für einen Mitbewerber und danach auch im Vertriebs Außendienst für einen Großhändler. Und am Ende bin ich dann jetzt hier. Servicetrainerin.
Christiane: Sehr schön. Was mich besonders interessiert ist. Also stellt euch mal vor, ihr seid irgendwie auf einer Familienfeier oder auf einem Geburtstag unter Freunden. Und ihr werdet gefragt Was macht denn eigentlich so ein Service Trainer? Wie erklärt ihr euren Beruf?
Stan: Das eine ist, was ich immer sage Ich darf zum einen Seminare geben. Das ist das Thema für die Theke, überwiegend für Azubis. Und der Schwerpunkt ist eigentlich, dass ich im Markt bin an der Bedienung Theke.
Stan: In ganz NRW und Rheinland Pfalz und da Mitarbeiter einarbeitet. Thekenbauer. Ich darf Neueröffnung begleiten. Alles was Spaß macht.
Christiane: Ist schon sehr abwechslungsreich. Auf jeden Fall.
Bärbel: Auf jeden Fall. Also wir machen die Mitarbeitenden fit an der Theke, sodass wir den Kunden ein Einkaufserlebnis geben können.
Christiane: Ja, ja, sehr schön. Jetzt seid ihr zu zweit hier in unserer Folge der Westside Stories. Aber ich weiß, dass ihr innerhalb der Rewe West nicht zu zweit seid, sondern ihr seid mehr. Vielleicht mehrere Fragen in einer. Also wer zählt noch zu eurem Team? Frage A. Frage B. Bei welchen Themen Unterstützt ihr. Und Frage zehn Gibt es da auch unterschiedliche Schwerpunkte?
Bärbel: Also wir sind seit Januar zu fünft. Wir haben die Nadine noch dabei, den König und den Iwan, ganz neu im Team. Es gibt keine Schwerpunkte. Natürlich hat Nadine mehr Erfahrung noch im Käse als jetzt. Vielleicht einen Markt, der vorher schwerpunktmäßig im Fisch unterwegs war. Wir haben mit Ivan einen Fleischermeister dabei. Wir haben verschiedene Käse, Sommeliere, aber auch Fleisch, Sommeliere.
Bärbel: Das heißt, wir decken eigentlich wirklich alle Themen ab. Und jeder von uns schult alles. Wir unterstützen in Eröffnungen die Mitarbeitenden beim Thekenbau genauso wie die GMWs bei Service und Gastro. Wir schulen Warenpräsentation, Warenkunde, aktives Verkaufen, Prozesse, Abläufe. Habe ich noch was vergessen?
Stan: Das passt, würde ich sagen. Also alles rund um Service quasi.
Christiane: Verstehe. Verstehe. Und liebe Zuhörerinnen, falls euch jetzt gerade zwei Namen bekannt vorkam. Ein bisschen Werbung in eigener Sache. Sowohl Nadine für das Thema Käse als auch der Markt für das Thema Fisch waren auch schon bei uns hier zu Gast und haben über die beiden Warengruppen gesprochen. Also hört hier auch mal gerne rein. Aber wieder zurück zu euch beiden. Wie sieht denn so eine typische Trainingswoche bei euch aus?
Stan: Das Wichtigste ist immer ein Vorgespräch, das stattfindet mit dem W und Bereichsleiter, wo wir gemeinsam die Themen besprechen, die Ziele, die wir arbeiten wollen in der Woche mit dem Team. Und dann sind wir fünf Tage vor Ort und es ist sehr abwechslungsreich, je nachdem, ob es Quereinsteiger gibt, die wir vor Ort dann schulen, ob wir ticken, optimieren, darstellen oder auch mal einen Bereichsleiter begleiten im Alltag.
Stan: Das ist sehr individuell. Das ist der Vorteil, dass wir uns sehr viel Zeit nehmen können für die erste Option. Und da arbeiten wir mit dem Team zusammen an dem Ziel, das zu erreichen ist die Woche.
Christiane: Das klingt total spannend und du sagtest es ja auch gerade schon. Also ihr arbeitet ja mit mehreren auch zusammen, also einmal mit den Bereichsleitern vor Ort, die die Chefs und Chefinnen der Teams sind, der Thekenteams, aber auch hier bei uns mit den Gebietsmanagern. Du sollst Gebietsmanager, Ware für Service und Gastro zum Beispiel gibt es ja auch noch. Das heißt, es gibt eine runde Sache. Im Prinzip.
Stan: Ja. Also wichtigste Sparringpartner vor Ort ist der Bereichsleiter, der die Themen dann weiter verfolgen kann, weil wir nach einer Woche dann auch raus sind und der BMW, den den Markt betreut oder den Kaufmann auch zur Verfügung steht, um das weiter auszuarbeiten.
Christiane: Ja, ihr sagtet eben schon, ihr seid ja in ganz NRW und Rheinland Pfalz unterwegs, also im kompletten Gebiet der Rewe West. Was sind denn da so die Herausforderungen der Märkte, die euch am meisten begegnen?
Bärbel: Also tatsächlich ist es so, dass wenn wir montags da reinkommen, wir dem Team ja meist ziemlich fremd sind.
Bärbel: Wir müssen ja erst mal warm miteinander werden. Aber wir wollen natürlich auch nicht den ersten Tag verstreichen lassen, ohne irgendwie da schon an den Zielen zu arbeiten. Und ich glaube, das ist so die schwerste Herausforderung. Jeder Markt hat andere Menschen. Und da direkt den Zugang zu finden, dass es nicht immer so einfach.
Stan: Wir haben natürlich viele Quereinsteiger, auch viele neue Mitarbeiter und im Service ist mir die Abläufe, Prozesse, die Struktur sehr wichtig. Und wenn die steht, kann man vorne an der Theke Gas geben mit dem Kunden. Da müssen wir wieder dran. Das so als Säule, als Basis zu sehen und diese Grundstruktur aufrecht erhalten.
Christiane: Gibt es einen Moment aus einem eurer Trainings, an den ihr euch heute noch super gerne erinnert? So ein Highlight Erlebnis.
Bärbel: Ja, wenn man im Nachgang bzw im Abschlussgespräch zum Beispiel direkt die Frage bekommt wann kommst du wieder? Dann weiß ich alles klar, es war positiv. Also das was wir da gemacht haben, war positiv. Ich bin aber auch positiv wahrgenommen worden. Das ist ja auch immer ganz wichtig.
Bärbel: Und das ist dann schon echt so ein Highlight, wo man denkt Jawoll, alles richtig gemacht.
Christiane: Ja.
Stan: Also bei mir gibt es jetzt auch nicht den Moment, aber ich finde es sehr spannend, wie man in so ein paar Tagen zusammenwächst, dass man doch schon manchmal so eine herzliche Verabschiedung bekommt. Und man freut sich, die Leute wiederzusehen. Ob das auf einer Börse ist oder eventuell durch den weiteren Einsatz im Markt und wie man da so zusammenfindet. In den paar Tagen war es sehr spannend.
Christiane: Ja, was macht euch denn eigentlich persönlich an eurem Beruf am meisten Spaß?
Bärbel: Immer wieder andere Menschen, andere Charaktere zu treffen und sich darauf einstellen zu können, zu dürfen. Und wie es dann eben schon gesagt hat. Teilweise auf freundschaftlicher Basis schon fast auseinander zu gehen. Ja, ja.
Stan: Ja, ich finde die verschiedenen Charaktere jede Woche, wenn man so will, ein anderes Team, andere Leute, andere Kunden, andere ticken. Und natürlich auch positives Feedback vom Team, vom Bereichsleiter Marktchef oder vom BMW dann. Das spornt mich weiter an!
Christiane: Ja, sehr schön.
Christiane: Ihr habt eben schon mal gesagt, dass ihr beide auch mal hinter der Theke gearbeitet habt. Und ihr wart da ja auch mal neu. Das ist jetzt also wahrscheinlich schon ein bisschen länger her, als ihr damals neu wart an der Theke. Was hat euch denn damals da am meisten geholfen?
Stan: Also ich hatte das Glück, damals in den Großmarkt zu kommen und dementsprechend große Abteilung mit vielen Menschen. Sehr hohe fachliche Kompetenz. Da war immer jemand für mich da und das war sehr strukturiert und ich durfte die ganzen Bereiche kennenlernen. Wie ich vorhin schon sagte, sogar ins Handwerkliche mit Meister an den Tisch. Ja, das hat mir damals sehr geholfen, dass ich quasi nie allein dastand.
Christiane: Ja. Wie war es bei dir, Bärbel?
Bärbel: Ja, ich habe in einem Supermarkt gelernt. Also direkt an der Theke auch, und bin da reingekommen. Und man hat mir eine Gabel in die Hand gedrückt und hat gesagt Mach mal.
Christiane: Okay.
Bärbel: Und genau so soll es ja eigentlich nicht laufen. Aber ja, die wussten halt auch nicht, glaube ich, wie man mit Azubis direkt umgeht.
Bärbel: Wie zeige ich denen was? Die haben mich an die Maschine gestellt und auch da gab es keine Einweisung.
Christiane: Genau da wollte ich gar nicht mehr so sagen.
Bärbel: Ja, und das ist halt der Wunsch auch von uns, das heute anders zu machen.
Christiane: Ja, aber das ist ganz spannend, dass du das erzählt hast, weil was hat dir denn damals so die Sicherheit gegeben? Okay, ich kriege jetzt keine super Einweisung, aber ich kann das irgendwie.
Bärbel: Ja, ich bin, glaube ich, ein Mensch, der ein unheimliches Selbstvertrauen mitbringt, auch wenn man das vielleicht nicht immer so sieht. Und ich habe halt viel geguckt. Also ich bin in der Abteilung gekommen, da war der Altersdurchschnitt schon kurz vor der Rente. Die wussten natürlich nach 40 Jahren Berufserfahrung, wie sie das machen. Und ich habe jedem über die Schulter geguckt. Also ich bin wirklich mitgelaufen, habe Fragen gestellt ohne Ende. Und dadurch bin ich dann irgendwann an mein Ziel gekommen.
Christiane: Verstehe Aber alle, die jetzt zuhören, natürlich einweisen, gute Einweisungen geben.
Christiane: Das ist super wichtig.
Bärbel: Ja, bitte.
Christiane: Heute begleitet ihr ja unter anderem auch unsere Service Azubis auf dem Weg zu ihrer Prüfung. Also ihr unterstützt bei den Azubis Seminaren. Was macht denn ihr da genau?
Bärbel: Also zum einen unterstützen wir im Praxisteil, das heißt die werden auf die Zwischenprüfung und Prüfungen vorbereitet. Da geht es dann um Plattenlegen. Fleischteile erkennen und benennen und was ich damit mache. Die Fleischer dürfen dann auch zerlegen. Die kriegen dann auch so ein halbes Schwein oder Rind hingelegt und dürfen dann da wirklich in Zusammenarbeit mit einem Metzger das Tier zerlegen. Und die Fachverkäufer, Verkäuferinnen, die dürfen dann die Fleischteile benennen. Also da geht es wirklich um die Wurst.
Christiane: Um die Genau.
Stan: Und dann gibt es noch das Seminar Aktives Verkaufen, was die Servicetrainer betreuen. Das ist auch nicht nur für die Service Azubis, sondern auch für die Azubis. Deshalb durfte ich die letzten Jahre sagen bei mir und Bärbel mussten alle mal durch. Und das war ein sehr spannender, abwechslungsreicher Tag. Das ist weg von Powerpoint. Wir haben Gruppenaufgaben und die Kommunikation steht im Fokus.
Stan: Einfach den Kunden noch mal anders wahrnehmen und dann mag ich das Wort auch als Gast sehen. Das ist so der Fokus in diesem Seminar.
Christiane: Wie kann ich mir diese Seminare jetzt genau vorstellen? Wie viele Azubis sind das? Wo genau findet das statt?
Bärbel: Also wir halten die Gruppen mit Absicht ein bisschen klein, so vier, fünf Teilnehmerinnen, weil wir dann einfach viel besser auf sie eingehen können. Wir treffen uns einen Markt in der Nähe, meistens in einem Center, wo wir den Platz haben, wo wir dann auch wirklich mal als Beispiel ein halbes Schwein hin bestellen können, wo wir genau wissen, die Ware wird nachher auch gut verkauft. Und dann haben wir da genügend Platz, um mit den Azubis am Tisch zu arbeiten.
Christiane: Ja, und warum ist das für euch auch wertvoll, dass die Azubis auch mal so einen Eindruck erhalten außerhalb ihres eigenen Ausbildungsbetriebes?
Stan: Also das Wichtigste ist der Austausch untereinander zwischen den Azubis, wo die da zusammenkommen. Das andere ist, dass wir in anderen Märkten, gerade im Center. Da haben wir noch andere Möglichkeiten, andere Gerätschaften, andere Sortimente, auch von der Menge her.
Stan: Da hat man quasi mehr Übungsmaterial, wenn man so will. Und das wird halt immer noch dann verarbeitet.
Christiane: Wie so ein Blick über den Tellerrand quasi.
Bärbel: Wir können dort eben auch Prüfungen simulieren. Das kann ich in dem eigenen Betrieb nicht, weil da kennen Sie alles, da kennen Sie ihren Lehrmeister und wenn sie bei uns sind, das kennen Sie eben nicht so, das ist dann für Sie noch mal ein ganz anderes, weil die stehen ja auch unter Zeitdruck.
Christiane: Ja, stimmt. Stimmt. Gibt es eigentlich so typische Themen, bei denen Azubis anfangs Respekt haben?
Bärbel: Sicherlich bei der Zerlegung von Fleisch zum Beispiel. Egal, ob es nun Schwein oder Rind ist. Ich denke, da ist am Anfang schon so ein bisschen, ich will nicht sagen Angst, aber Respekt schon davor. Wenn da so ein halbes Tier auf dem Tisch liegt. Und man soll jetzt mal das Messer ansetzen. Das ist schon sehr respekteinflößend.
Stan: Ich würde auch sagen, die Gerätschaften Bandsäge, Fleischwolf, Kotelett, Hacker oder was wir so vorfinden. Das andere aber auch.
Stan: Kommunikation, der Umgang mit Kunden. Auch die fachliche Kompetenz, wenn man sich mal die Warnwelt bei uns anguckt, das ist sehr breit gestreut. Das kann einem schon ein bisschen Angst einflößen.
Christiane: Ja, das ist schon wirklich viel, finde ich. Und ich habe mir auch selber mal die Unterlagen angeguckt, Prüfungsunterlagen für die Azubis und da wird einiges abgefragt. Also das ist schon nicht ohne, würde ich jetzt mal sagen.
Bärbel: Absolut. Die haben von Praxis über Theorie da gehört, genauso auch im Verkaufsgespräch dazu. Und dann sitzen die Prüfer davor und stellen schon ganz spezifische Fragen. Ich bin froh, dass wir es hinter uns haben.
Christiane: Was würdet ihr denn sagen? Welche drei Dinge sollten die Azubis nach dem Training bei euch mitgenommen haben oder mitnehmen?
Stan: Also das erste wäre, dass mal auch was schiefgehen kann, dass Fehler passieren. Im besten Fall lernt man draus. Da geht die Welt nicht voll unter. Am liebsten wäre es mir, dass sie Spaß an der Arbeit zeigen. Also das Positive rausnehmen für sich. Und sich darauf freuen.
Stan: Das kann ich Ihnen nur wünschen. Spaß im Alltag, im Berufsleben. Und das Dritte wäre, dass der Kunde am Ende das Wichtigste ist. Also das soll das Ziel schon sein. Am Ende Kunden glücklich machen, wenn man so will.
Bärbel: Wir bieten ja verschiedene Trainings an, also einmal den Trainereinsatz am POS im Markt, wo man uns buchen kann. Wir bieten Seminare an, von Aktiven Verkaufen über Warenkunde etc. Wir haben aber auch den Kurs Fit für die Theke, für unsere Quereinsteigerinnen und Mitarbeitenden, die im Service einspringen können.
Christiane: Ja, und da kommen wir auch noch später dazu. Kleiner Cliffhanger hier. So, das war unsere Harfe und das Zeichen für unser Spiel. Es ist dies oder das, aber in der Servicetheken Edition. Die Regeln sind auch für euch beide gleich Und auch ganz einfach. Ich stelle immer zwei Optionen zur Verfügung und ihr müsst euch für eine der beiden Optionen entscheiden. Im aller schlimmsten Falle könnt ihr auch sagen Keins von beiden. Oder beides. Ja. Seid ihr bereit?
Bärbel: Ja. Ja.
Christiane: Okay, dann geht es jetzt los mit dies oder das.
Christiane: Die Serviceticket Edition, also Fleischkäse oder frikadelle zum Mittagessen.
Bärbel: Frikadelle.
Stan: Die Frikadelle, bitte.
Christiane: Okay. Käse oder Wurst?
Bärbel: Käse.
Stan: Käse.
Christiane: Okay. Das hätte ich jetzt nicht gedacht. Ich dachte, wir wären eher bei Wurst. Aber vielleicht sagt ihr noch mal, habt ihr einen Lieblingskäse? So ein Käse ist das nicht.
Stan: Für mich darf es gern kräftig sein. Da bin ich so Österreich, Schweiz unterwegs und gerne mal was anderes. So die Abwechslung.
Christiane: Ja, bei dir.
Bärbel: Ziemlich ähnlich. Aber ich habe tatsächlich einen Lieblingskäse mit dem Bergblumenrebell. Ah.
Christiane: Den kenne ich auch. Ist auch lecker. Jetzt gehen wir aber doch wieder zur Wurst über. Fleischwurst oder Salami? Fleischwurst?
Stan: Salami? Gerne.
Christiane: Wenn es um das Thema Arbeiten geht, seid ihr lieber in der Frühschicht oder in der Spätschicht gewesen.
Bärbel: Lieber in der Früh.
Stan: Dann mache ich spätdienst.
Christiane: Okay. Gut aufeinander abgestimmt. Arbeitet ihr lieber mit einer Aufschnitt Maschine oder mit einem Messer?
Bärbel: Tatsächlich mit dem Messer?
Stan: Ja, am liebsten Messer.
Christiane: Schon mal Unfälle passiert?
Stan: Ja, definitiv.
Stan: Also natürlich muss man auch mal durch. Ja, aber auch auf der offenen Maschine.
Christiane: Leider ja.
Stan: Das ist so ein bisschen. Kennt jeder, der im Service unterwegs ist.
Christiane: Führen wir jetzt nicht weiter aus, weil lieber nicht. Dann wird, glaube ich, abgeschaltet. Oh, das finde ich jetzt spannend. Was mögt ihr lieber? Kundenberatung oder Warenpräsentation?
Bärbel: Warenpräsentation?
Stan: Beides ganz wichtig und wertvoll und macht Spaß. Also, ich darf beides.
Christiane: Okay.
Bärbel: Heißt nicht, dass ich die Kundenberatung nicht.
Christiane: Na ja. Gottes Willen. Grad noch die Kurve gekriegt. Wenn wir beim Thema Geschmack sind. Eher mild oder würzig.
Bärbel: Würzig.
Stan: Würzig? Auf jeden Fall.
Christiane: Schweinefilet oder Rindersteak?
Bärbel: Schweinefilet.
Stan: Spontan mit Schweinefilet.
Christiane: Mhm. So, jetzt kommt wieder mein kleiner Sprachfehler. Fisch oder Fleisch?
Bärbel: Fleisch.
Stan: Definitiv. Fleisch.
Christiane: Frage Entweder bezogen auf euch selber oder auf eure Arbeit im Markt. Erster Kunde des Tages oder letzter Kunde des Tages.
Stan: Ich würde den letzten Kunden des Tages nehmen. Ich finde, dann ist man schon so ein bisschen warm und der Kunde morgens, der hat es oft eilig und es war schnell durch und kurz getaktet.
Stan: Dann lieber den späteren Kunden, der sich vielleicht noch ein bisschen mehr Zeit nimmt und seinen Einkauf genießt.
Christiane: Okay.
Bärbel: Ich sage auch letzter Kunde, der wird ja oft gerne mal als Störenfried gesehen und das würde ich gern switchen, dass er eben genauso viel wert ist wie alle anderen auch.
Christiane: Also quasi so als Highlight Abschluss des Tages. Der letzte Kunde.
Bärbel: Genauso.
Christiane: Okay, wenn ihr selber einkauft, kauft ihr ein mit dem Einkaufszettel oder eher spontan Einkaufszettel?
Stan: Ja, beides auf jeden Fall. Aber am liebsten mit Einkaufszettel.
Christiane: Und selber scannen. Oder an der klassischen Kasse.
Bärbel: Klassische Kasse.
Stan: Für die Mittagspause mal eben was holen. Bin ich wirklich Fan geworden? Mhm.
Christiane: Und kocht ihr gerne selber oder geht ihr eher ins Restaurant?
Stan: Beides am liebsten Restaurant, aber man steht auch mal selber am Herd.
Christiane: Habt ihr ein Lieblingsgericht oder eine Lieblingsrichtung?
Stan: Das schwankt sehr. Ich bin gerade so ein bisschen asiatisch unterwegs. Es ist süßsauer, alles und mag das auch mal gern schön herrichten. Tatsächlich zu Hause auch. Und Töchter decken schon mal den Tisch und so, da habe ich gerade Spaß dran.
Christiane: Also du schnitzt dann quasi die, schnitzt du dann auch Möhren.
Stan: Und so muss das geil aussehen. Vielleicht schmeckt es auch.
Bärbel: Ja, wenn es ums Kochen geht, dann ist viel Geflügel und Reis so bei uns daheim. Wenn wir essen gehen, dann sind wir so griechisch unterwegs.
Christiane: Sehr gut. Und die letzte Frage Jetzt geht es um das Thema Sport. Seid ihr eher echte Athleten oder Couchpotatoes?
Bärbel: Ich bin irgendwo was dazwischen.
Christiane: Das darf ja auch mal sein. Aber vielen Dank für die Beantwortung der Fragen. Denn wir hatten eben schon mal einen Kurs angerissen, den ihr anbietet. Und zwar heißt der Fit für die Theke. Sag doch mal, für wen genau ist er eigentlich? Und was macht ihr da?
Stan: Ja. Fit für die Theke ist ein Kurs für Quereinsteiger. Das heißt, für Leute, die vielleicht was anderes mal gelernt haben oder woanders berufliche Erfahrungen gesammelt haben und jetzt bei uns in der Service Theke starten wollen. Die vorher keine Berührungspunkte hatten mit diesem Bereich. Aber auch für Mitarbeiter mag die vielleicht an der Kasse sitzen oder in anderen Bereichen, die jetzt sagen okay, das ist ein spannendes neues Feld für mich und ich will mich dem stellen.
Stan: Dafür ist dieser Kurs da. Das sind immer fünf Tageskurs, der stattfindet. Das sind ausgesuchte Märkte. Die Termine findet man auch im Primus. Jeden Tag haben wir quasi ein Schwerpunktthema, das unterteilt in Theorie und Praxis. Um den Mitarbeiter dann fit zu machen.
Christiane: Sagen wir mal so einen konkreten Inhalt, oder? Bzw. Geht es an einen Tag um Käse? Einen Tag um Wurst.
Stan: Haben wir einen Tag das Thema Wurst. Das heißt man startet morgens mit einem Theoriepart in Form von Powerpoint, wo wir die gesetzlichen Grundlagen Kursanforderungen besprechen, aber auch Warenkunde. Da geht es schon miteinander über. Und wir schauen uns, dass wir uns dann genug Zeit nehmen für einen Praxisteil. Vorne an der Theke mal die Produkte in die Hand nehmen, mal schneiden. Wir hatten Mitarbeiter in das erste Mal in ihrem Leben mal so eine Aufstellmaschine bedient haben, wo wir daneben standen. Und so führen wir durch die Warenwelt im Service eine Woche. Und das Schöne auch hier wieder verschiedene Teilnehmer mit verschiedenen Backgrounds, die dann zusammenfinden. Auch da wieder Austausch untereinander und das betreut von einem Trainer, dann vor Ort die ganze Woche.
Christiane: Verstehe. Und du hattest gerade zwei Sachen angesprochen. Einmal gibt es Quereinsteiger, die dann quasi an der Theke arbeiten. Ja, und es gibt die Personen, die eigentlich was anderes machen im Markt und da vielleicht mal reinschnuppern wollen. Verstanden?
Stan: Die können genauso in diesen Kurs kommen, weil die vorher keine Berührungspunkte haben. Und da werden sie wie die anderen Teilnehmer, das ist ein Kurs fit gemacht für die Theke. Jeden Tag eine andere Warengruppe. Und dann schaut man, dass die ersten Ängste genommen werden. Ein bisschen in die Warenkunde rein. Aber nicht zu sehr, weil es ist schon viel auf einmal. Und sodass sie, wenn sie dann im Markt unterstützen, eventuell oder eine feste Position bekommen im Service. Das ist so das erste Handling. Die erste Basis steht schon mal und darauf kann man dann aufbauen.
Christiane: Das heißt, ich habe dann die Möglichkeit, zum Beispiel. In der Metro zu arbeiten, aber auch mal einzuspringen.
Stan: Im Servicebereich genau da zu unterstützen. Der flexible Mitarbeiter.
Christiane: Okay, aus eurer Erfahrung mit mit welchem Vorwissen kommen denn die Teilnehmenden? Also habt ihr eher viele Menschen, die noch nie was mit der Theke zu tun hatten oder sich so gar nicht auskennen? Oder habt ihr die Erfahrung gemacht, dass immer so ein bisschen schon an Wissen da ist?
Bärbel: Also wir hatten natürlich auch schon Mitarbeiter, die schon ein paar Wochen an der ServicEtheke sind, die dann schon wissen, wie die Aufschnitt Maschine oder die Waage bedient wird.
Bärbel: Wir haben aber auch Mitarbeitende dazwischen gehabt, die ihren ersten Arbeitstag bei Rewe bei uns in dem Kurs gestartet haben. Praktisch. Und das ist natürlich auch das Top, was wir gerne erreichen würden, weil wir können die dann wirklich in Ruhe einführen. Wie funktioniert die Waage? An der Ausschnittmaschine also dass Sie wirklich so starten? Und wenn die dann nach der Woche in den Markt gehen, dass der Bereichsleiter da gar nicht mehr groß dem erklären muss, wie muss denn jetzt die Ausschnittmaschine bedient werden? Was nicht heißt, dass der Bereichsleiter keine Einweisung mehr machen soll. Um Gottes.
Christiane: Willen. Weil das Schöne ist ja so hab ich es richtig verstanden, dass der Kurs ja in einem Markt auch stattfindet?
Bärbel: Es ist.
Christiane: Richtig, dass er direkt vor Ort auch alles angeschaut werden.
Bärbel: Kann.
Christiane: Und ich glaube, das ist auch ganz wichtig, damit so die ersten Berührungs Vorbehalte, der erste Berührungsrespekt sag ich mal schon mal überwunden ist.
Bärbel: Genau einmal mit der Ware, aber genauso auch der Kunde. Also wir gehen mit denen am letzten Tag auch in das Verkaufen, das sie wirklich auch diesen Kundenkontakt schon mal haben?
Christiane: Ja, super Überleitung zu meiner nächsten Frage, denn die Serviceticket ist ja einer der wenigen Bereiche im Markt, wo der direkte Kundenkontakt stattfindet und auch der Bereich, wo ja so ein klassisches echtes Verkaufsgespräch stattfinden kann.
Christiane: Was lernen denn die Teilnehmenden in euren Seminaren über den Umgang mit Kundinnen und Kunden?
Stan: Dass der Umgang mit dem Kunden das Wichtigste ist in unserem Alltag? Die Freundlichkeit, Mimik und Gestik, was da alles dazugehört. Deshalb schätze ich auch sehr, dass wir da Kandidaten haben, die kommunikativ sind, empathisch gerne auf Menschen zugehen. Dass das Wichtigste anstatt die fachliche Kompetenz, das reine Fachwissen über ware, das kommt doch alles.
Christiane: Ich habe jetzt noch mal quasi euer Verkaufsgespräch. Wie profitieren denn unsere Marktmanagerinnen und Kaufleute davon? Mitarbeitende in euren Kurs zu schicken.
Stan: Also muss das so sehen, dass man in dieser Woche, wo der Mitarbeiter quasi extern geschult wird, dass wir in dieser Woche die Abteilung entlasten, weil wir im Servicebereich oft mit Personalmangel Probleme haben und dann natürlich die Zeit fehlt, jemanden aufzufangen, einzuarbeiten, Ängste zu nehmen, Fragen zu beantworten. Das geht alles unter. Diese Rahmenbedingungen haben wir durch den Kurs Politik geschaffen. Von daher muss man das als sehe ich das als ein sehr gutes Invest für den Mitarbeiter, auf den man später weiter aufbauen kann.
Christiane: Okay. Habt ihr schon mal Feedback bekommen von Mitarbeitenden, die bei euch im Kurs waren? Von Managerinnen, von Kaufleuten?
Bärbel: Ja, haben wir natürlich. Gerade wenn die Mitarbeitenden dann in den Markt gehen, dann haben wir schon mal einen Anruf bekommen von dem Bereichsleiter, der gesagt hat Wow, ich habe die Dame vorher noch nie gesehen. Ich weiß nur, sie kommt aus dem Ausland, spricht wenig Deutsch. Es ist noch gar nicht so lange her. Die kann ich alleine an die Theke stellen. Ich brauche mich da nicht mehr drum kümmern. Die muss auch nicht unbedingt immer Fragen stellen, weil die stehen auf den Schildern. Also wirklich relativ einfach.
Stan: Wir haben auch Kaufleute, die dann im Nachgang gesagt haben, das hat sehr gut funktioniert und den nächsten Quereinsteiger für den Service schickt er wieder in unseren Kurs.
Christiane: Und ihr beiden? Praktischerweise haben wir mal den Gegencheck gemacht, denn wir wollten mal hören, wie das Training so in der Praxis ankommt und haben einen Teilnehmer gefragt. Und zwar haben wir mit Ralf Scheinemakers gesprochen, von Rewe Nadzinski.
Christiane: Und er hat als Quereinsteiger an einem Kurs bei Stan teilgenommen. Wir hören jetzt mal, was er sagt.
Speaker 5: Der Kurs Fit für die Theke hat mir wirklich sehr gut gefallen. Richtig gut fand ich, dass die Inhalte praxisnah vermittelt wurden und man viele Dinge direkt im Arbeitsalltag anwenden kann. Es war nicht einfach nur Theorie, sondern man hatte schon das Gefühl, wirklich was für die alltägliche Arbeit mitzunehmen. Ich habe den Kurs unmittelbar vor meinem Einstieg bei Rewe absolvieren können, und er hat mir tatsächlich unglaublich geholfen, da als Quereinsteiger Fuß zu fassen. Am besten hat mir gefallen eigentlich auch die Mischung aus praktischen Übungen, verständlichen Erklärungen und dem Austausch zu den anderen Teilnehmern. Ja, was ich mitnehme, ist auf jeden Fall viel mehr Sicherheit im Umgang mit verschiedenen Situationen an der Theke und einigen Situationen mit praktischem Wissen, dass ich das in Zukunft sofort einsetzen konnte und auch weiterhin kann. Es war eine sehr gute und hilfreiche Erfahrung und kann den Kurs auf jeden Fall nur weiterempfehlen. Gerade weil auch der Stand ja das unfassbar gut gemacht. Also es war eine lockere Atmosphäre, hat die Inhalte sehr gut vermitteln können, ist unglaublich gut.
Speaker 5: Auch auf einzelne Dinge einfach eingegangen. Also alles in allem kann ich diesen Kurs nur weiterempfehlen.
Christiane: Ja, das hört sich ja total super an! Gibt es irgendwie noch ein anderes teilnehmenden Beispiel, das euch irgendwie besonders in Erinnerung geblieben ist?
Bärbel: Absolut. Wir hatten eine Teilnehmerin ganz zu Anfang. Ich glaube, es war sogar der erste Kurs, den wir durchgeführt haben. Die war noch nicht lange in Deutschland und hatte auch noch ein bisschen sprachliche Probleme. Und die erzählte uns dann, wie sie mit ihrer Tochter geflüchtet ist aus ihrem Land und dort die Erlebnisse, was sie so erlebt haben auf ihrem Weg, dass sie auch dabei zusehen mussten, wie dann Familienmitglieder erschossen wurden und die jetzt hier bei uns in einem Kurs ist, um an der Theke zu arbeiten und sich dann da hingestellt hat, die Waage bedient hat. Direkt noch in dem Kurs schon angefangen hat, sich mit Kunden zu unterhalten. Das war einfach so mega und so berührend. Ja, das ist tatsächlich im Kopf geblieben.
Stan: Ich denke an eine Kollegin, die dann im Verkauf war und das war alles ein bisschen holprig, ging ein bisschen schief und zum Schluss hat sie ja gesagt, die Kundin zu meiner Kollegin dann mit dem Lächeln kann nichts schiefgehen.
Stan: Das hat alles glatt gebügelt. Das zeigt auch wieder, worauf es ankommt unser Berufsbild.
Christiane: Ja, das sind auch die tollen Erfolgserlebnisse, die man dann auch einfach direkt hat. In diesem Kunden.
Stan: Noch wertvoller als Meinung.
Christiane: Total. Total. Das war eine super Überleitung, denn das Coole ist an den Job an der Theke, also im Job mit einem echten Verkaufsgespräch, dass man auch direkt Erfolgserlebnisse hat. Also durch das Lächeln. Oder zum Beispiel, dass man ein bisschen mehr verkauft hat, als der Kunde eigentlich haben wollte. Deswegen für euch noch mal die Möglichkeit, einen Werbeblock für euren Job oder für den Job an der ServicEtheke und natürlich für eure Seminare.
Stan: Also das eine ist die Möglichkeit, einen Trainer zu buchen. Das heißt, wir sind dann vor Ort bei euch im Markt, mit euren Kunden, mit euren Produkten, mit euren Mitarbeitern und behandelt Themen im Servicebereich, die wir vorher besprechen. Und das andere ist die Option, einen neuen Mitarbeiter für einen Service zu gewinnen, indem er in den Fit für den Kurs kommt.
Stan: Die Termine sind in Primus. Eine Anfrage kann dann direkt über funktionieren oder gehen wir dann ansprechen Service Gastro und dann schauen die noch mal die Potenziale dann an?
Bärbel: Kaufmann oder auch Marktmanager wer auch immer uns so ein Quereinsteiger schickt, der hat natürlich auch direkte Vorteile dadurch. Also weniger Verlust, weil wir aufs Warenhandling eingehen. Natürlich, der Kunde ist direkt im Verkaufen oder aktiven Verkaufen schon geschult. Also wie du gerade gesagt hast, der versucht auch gleich ein bisschen mehr zu verkaufen. Wenn er etwas verkostet, dann ist ja das Ziel auch, dass der Kunde ein bisschen mehr mitnimmt, als er eigentlich möchte. Die Motivation der Mitarbeitenden. Die haben eine Einarbeitung erfahren, was ja manchmal vielleicht doch ein bisschen untergeht. Das heißt, wir haben vielleicht auch nicht so oft Personalwechsel. Es ist eine Wertschätzung für die Mitarbeitenden, wenn man ihnen zu uns schickt. Das finde ich auch immer ganz wichtig, das zu erkennen. Und natürlich entsteht auch eine Kundenbindung, wenn da jemand hinter steht, der vielleicht nicht gleich perfekt ist, in der Beratung aber zumindest schon mal verkaufen kann.
Christiane: Das war fast schon ein super Schlusswort. Ich habe noch zwei kleine Fragen für euch und zwar Was möchtet ihr Kolleginnen und Kollegen noch mitgeben, die vielleicht noch so hin und her schwanken? Ist das an der ServicEtheke was für mich oder nicht?
Stan: Für mich ist das vom Berufsbild her sehr abwechslungsreich. Ob man jetzt nur mit Kunden zu tun hat, ob man Ware disponiert, ob man eine Theke baut, sich kreativ austoben kann. Es ist immer Team. Service geht nicht alleine. Und eine Basis ist einfach, dass man gerne auf Menschen zugeht, kommunikativ ist und dann ist das der richtige Beruf für einen Menschen.
Bärbel: Und Kundenkontakt geht nicht. Das macht einfach Spaß.
Christiane: Das war jetzt das Schlusswort. Bis auf die allerletzte Frage. Die haben wir ja traditionell mit drin, und zwar unsere Nominierungsfrage. Also gibt es eine Person, vielleicht auch mehrere Personen, die ihr gerne mal in den West Side Stories hören wollen würdet?
Bärbel: Also darüber haben wir natürlich im Vorfeld gesprochen, darf ich ja ruhig gestehen. Wir hätten jetzt keine spezifische Person, aber vielleicht einen Azubi aus dem Handwerk oder vielleicht tatsächlich auch einen Quereinsteiger, der mal Quereinsteiger bei uns war.
Stan: Okay, sehr gute Idee.
Christiane: Guter Hinweis, wir werden da mal nachrecherchieren. Also Azubis im Handwerk und Quereinsteiger aufgepasst! Ja, liebe Zuhörerinnen, das war es jetzt wirklich. Wie war es denn? Liebe Bärbel, schönen Dank, dass ihr heute hier meine Gäste wart und die vielen Fragen beantwortet habt.
Stan: Sehr gerne.
Bärbel: Vielen Dank, dass wir da sein durften.
Christiane: Ja, und wenn ihr noch mehr zu den Kursen der Service Trainerinnen erfahren möchtet, dann informiert euch bei eurer Führungskraft, bei den Gebietsmanagern, Service und Gastro oder direkt bei Bärbel. Viele weitere Infos. Die nächsten Termine und Anmeldemöglichkeiten findet ihr in Primus. Und wir bedanken uns auch ganz herzlich bei Euch, liebe Zuhörerinnen. Haben euch die Westside Stories gefallen? Dann abonniert uns, folgt uns, klickt aufs Glöckchen, bewertet uns und teilt uns auf Social Media. Ihr findet uns überall da, wo es Podcasts gibt. Wenn ihr Fragen, Anregungen, Themen oder Gäste Vorschläge habt, schreibt einfach eine Mail an podcast. Westgroup.com. Wir hören uns wieder in zwei Wochen. Wir freuen uns drauf.
Christiane: Bis dahin eine gute Zeit und bleibt gesund und munter.
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