#118 Mut.Menschen.Märkte: Raus aus der Komfortzone

Shownotes

#118: Mut.Menschen.Märkte: Raus aus der Komfortzone

Mit: Emal Ahmadzai, REWE-Kaufmann in Köln-Höhenhaus

Wie fühlt es sich an, wenn man am Silvesterabend zum ersten Mal den eigenen Markt abschließt? Für Emal war genau das der Moment, in dem ihm klar wurde: Jetzt bin ich wirklich selbstständig.

In dieser Folge der WESTside Stories erzählt Emal von seinem Weg vom Hotel über verschiedene Stationen im Handel bis zum REWE-Kaufmann in Köln-Höhenhaus. Er spricht darüber, warum er aus seinem sicheren „Wohlfühlnest" herausgetreten ist, wie er den Schritt in die Selbstständigkeit erlebt hat und weshalb ausgerechnet der Markt, den er zuvor schon als Marktmanager kannte, perfekt zu ihm passt.

Außerdem geht es um 80 Mitarbeitende, die hinter ihrem Chef stehen, Vertrauen und Verantwortung im Team, ein Sortiment, das so vielfältig ist wie das Veedel, und den besonderen Augenblick, als sein eigener Name endlich über dem Markt hing. Eine Folge über Mut, Unternehmertum und die Erkenntnis, dass man manchmal einfach den Schritt aus der Komfortzone wagen muss.

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Die nächste Folge der WESTside Stories erscheint am 4. November 2026.

Gast: Emal 

Moderation: Christiane

Redakteurinnen: Jasmin, Marie

REWE

Impressum

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Emal: Und dann entscheidest du dich für die Privatisierung und dann musst du mit dir selber kämpfen. Und dann musst du aus dieser Wohlfühloase. Bereit sein, das Risiko einzugehen. Gib mal was ab. Vertraue den Leuten, den du hast, weil du musst den auch vertrauen, weil die treiben ja deinen Markt voran. Dann gehen alle und ich schließe den Laden ab. Und ich denk mir, Oh, es ist deiner. Ein positives Gefühl. Aber seltsam. Man kriegt so ein bisschen Gänsehaut.

Christiane: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge der Webside Stories. Mein Name ist Christiane und ich freue mich sehr, dass ihr wieder eingeschaltet habt. Mein Gast heute ist nicht so ganz freiwillig hier. Aber Spaß beiseite, Mein heutiger Gast ist die erste Person, die nominiert wurde, damals vom Armin Lenßen, ehemals Amazon Kaufmann bei Rewe mit einem Markt in Köln. Höhenhaus. Hallo. Email.

Emal: Hallo, Christiane. Danke für die Einladung.

Christiane: Sehr gerne. Schön, dass du da bist. Aber natürlich bist du freiwillig hier erschienen. Also bitte sag es noch mal für die Zuhörerinnen.

Emal: Ja, die Nominierung war überraschend. Ich habe mir tatsächlich auch den Podcast angehört gehabt. Aber nicht das Ende.

Christiane: Ah, okay. Du wusstest also gar nichts davon?

Emal: Und als wir uns das letzte Mal bei der Sitzung getroffen haben, da sagt mir der Armin auf dem Parkplatz Du, ich habe dich nominiert. Wofür denn? Wirst du schon sehen. Da kommt die Christiane. Ja, ich habe mich gefreut. Also schön ist nichts Schlimmes.

Christiane: Also noch mal einen noch. Herzlichen Dank, dass du heute hier bist. Und auch schöne Grüße an den Armin. Ihr beiden kennt euch schon lange seit der Ausbildung. Da kommen wir gleich noch mal zu. Also wie gesagt, dein Markt ist in Köln. Höhenhaus. Du hast den vorher als Marktmanager auch.

Emal: Genau.

Christiane: Betreut geleitet. Köln Höhenhaus Für diejenigen, die sich nicht so gut auskennen. Das ist auf der Schäl Sick, also andere Rheinseite, die richtige Rheinseite. Ich wohne auf der anderen Rheinseite. So sagen wir es immer. Und wir sprechen heute darüber. Also erstmal, was du für einen Markt hast.

Christiane: Ob es immer deine Idee war, mal Kaufmann zu werden und wie das überhaupt alles so ist? Immer die erste Frage. Aber eigentlich warst du heute schon im Markt.

Emal: Heute war ich tatsächlich nicht im Markt, weil ich noch andere Sachen hatte. Aber ich bin immer per Telefon mag. Also ich habe heute Morgen angerufen. Das wissen meine Mitarbeiter. Ich rufe eigentlich täglich im Markt an, auch wenn ich nicht da bin oder woanders bin. Morgens, mittags, abends. Können Sie eigentlich mit einem Anruf rechnen, wo ich dann mit Führungskräften spreche und wie das am Markt aussieht?

Christiane: Okay. Gemäß der Annahme, du wärst im Markt. Was ist das Erste, was du machst, wenn du ankommst?

Emal: Das erste, was ich mache, ist tatsächlich erstmal ins Büro. Wenn da noch einer gerade ist, am Tresor oder so was. Hallo sagen, mein Körbchen abstellen mit meinen Utensilien. Und dann mache ich meinen Rundgang durch den Markt und hole mir dabei tatsächlich meinen Morgenkaffee, damit ich wach werde. Ich wohne ein bisschen weiter weg vom Markt.

Emal: Wer Köln kennt und die Baustellen kennt. Ich muss am Eiffelturm einmal vorbei. Das heißt, da bin ich schon ein bisschen gestresst.

Christiane: Aktuell sehr spannend.

Emal: So wird noch ein paar Jahre so bleiben. Dann komme ich dann an und nehme meinen Kaffee, habe meinen Rundgang gemacht, habe alle begrüßt, gucke mir den Markt so an, wie er aussieht, wie er steht, wo man was machen kann und gehe danach ins Büro und mache mir dann einen To Do Plan für den Tag.

Christiane: Alles klar. Eine Nachfrage Was ist in deinem Körbchen?

Emal: Also mein Körbchen sind Laptop Papiere, die ich mit nach Hause genommen habe, bearbeitet habe oder was ich zu Hause im Büro ausgedruckt habe und am nächsten Tag wieder brauche. Den habe ich tatsächlich jeden Tag dabei. Und meinen schönen Rewe Körbchen. Ich hatte mir auch mal eine Tasche, aber auf meinem Körbchen steht halt mittlerweile auch mein Name drauf. Da habe ich einen Aufkleber drauf gemacht. Ah, okay. Und dann finde ich irgendwie cool, mit denen immer wieder nach Hause zu gehen.

Emal: Das ist ja auch mein Markt irgendwo. Mein Baby. Und wenn der Name draufsteht, dann kommen auch nur Rewe Sachen rein. Einmal nach Hause und zurück.

Christiane: Sehr schön. So, jetzt bist du ja nicht als Rewe Kaufmann geboren. Aber das weiß ich ja. Wir kennen uns ja auch schon sehr lange. Ich kenne auch deinen Markt sehr gut. Vielleicht das auch noch so als Hintergrundinfo, weil du dein Team, dein Markt, ihr wart in super vielen Review, Filmen, Werbekampagnen, allen möglichen Fotoshootings schon mit dabei. Also hier auch noch mal herzlichen Dank, dass ihr da immer mitgemacht habt. Das war ja auch ganz oft sonntags, damit keine Kunden im Markt sind, sondern du hast ja als Azubi angefangen. Oder nimm uns einfach mal mit in dein Leben. Also wie war das so, dass ich mal sich damals als Jugendlicher dazu entschieden hat, eine Ausbildung zu machen?

Emal: Ja, als Jugendlicher lief er immer noch in der Schule rum. Nach der Schule hat er Zivildienst gemacht. Damals hatte ich auch noch gar keinen Gedanken an Einzelhandel.

Emal: Ich habe Zivildienst gemacht, die Musterung kam irgendwann nach Hause. Man musste dann zum Zivildienst. Es war damals für mich kein schönes Ereignis, wo ich mir dachte, es muss in die Musterung in so einem Raum mit verschiedenen Männern rein und weiß ja auch so wie man es kennt, aus allen Gags. Zivildienst gemacht. War eine schöne Erfahrung. Ich habe bei Bonn auf dem Venussberg gearbeitet. In der Fahrbereitschaft. Musste dann einmal rumfahren, Proben abholen und Schnitte. Die habe ich in die einzelnen Labore gebracht und zur Auswertung und den Rest. Wenn da gerade nichts anstand, waren wir dann in den Krankenhäusern und haben dann Menschen geholfen? Auch eine schöne Erfahrung, etwas der Gesellschaft wieder zurückzugeben in der Zeit. Und als junger Mensch finde ich das aus heutiger Sicht sollte das jeder mal gemacht haben. Das ist auch eine neue Einsicht irgendwo im Leben. Ja, und danach bin ich erst mal im Hotel Maritim gelandet. Also gar nicht Einzelhandel. Da habe ich tatsächlich vorher neben der Schule auch schon gearbeitet als Aushilfe. Mein Ziel war studieren.

Emal: Es war meine NC nicht das Beste. Da musste man ein bisschen warten. Beim Hotel Maritim dann angestellt, war ein sehr schöner Job. Sehr interessanter Job.

Christiane: Was hast du gemacht?

Emal: Ich war im Banking tätig, dadurch immer auf großen Galen und Co immer anwesend gewesen. Bundespresseball etc. pp. Man hat Politiker kennengelernt. Ich weiß nicht, ob man ihn heute erwähnen kann. Schröder kennengelernt. Angela Merkel kennengelernt. Helmut Kohl kennengelernt. Die saßen dann mal wieder am Tisch. Den haste Gespräche geführt. Thomas Gottschalk war am Tisch oder so was.

Christiane: Interessant.

Emal: Schöner Job. Man lernt doch die Menschen immer anders kennen, wie sie normal sind. Aber irgendwann habe ich mich gefragt Nach zwei, drei Jahren will ich das ewig machen. Weil das ist kein Job, der fürs Leben gemacht ist. Also du hast keinen Work Life Balance, sondern du hast nur Work Work. Und ich hatte da auch Angebote, weiter zu machen. Ich habe damals gesagt, Nee, ich möchte dann doch gerne weiter studieren und etwas aus meinem Leben machen, wo ich auch leben kann.

Emal: Das haben ja auch damals die Chefs gesagt Das ist eine gute Idee, mach das. Und ich las irgendwann Das ist sehr interessant im Pausenraum mit einer Zeitschrift, und da standen die Programme drin, die Abiturienten Programme, aber für kompletten Handel als Alternative zum Studium. Okay. Und so habe ich mich dann bei der Rewe beworben. damals bei Toom noch in Alfter Edeka offen.

Christiane: Ach ja.

Emal: Auch nur deswegen, weil der Laden direkt neben meiner Grundschule lag und ich dachte, das ist doch ein Zeichen. Ja, ja, dann gehst du mal zu den Ursprung zurück, wo du warst. Ich habe es auch geschafft. Ich wurde damals angenommen. Damals gab es ein bisschen mehr Bewerber als heutzutage. Muss man dazu auch sagen. Die größeren Auswahlkriterien dabei. Ich habe es aber geschafft. Ich bin gut angekommen. Abi Programm gemacht? Ja, viel durch die Gegend gekommen. Irgendwann zu Rewe im Zuge von Rewe Tal, wo die Groß Fläche dann toom in Rewe Center umgepackt wurde, bin ich dann aus Herne wieder zurück nach Brühl, wo ich dann wieder auf Armin Lenßen getroffen bin, Als mein Chef in einem tollen Team einfach da weiter gearbeitet habe und der Job mir einfach schon immer Spaß gemacht hat.

Emal: Und so bin ich bei der Rewe geblieben, bin glücklich bis heute und habe eigentlich keine Entscheidung. Bis heute irgendwie bereut.

Christiane: Das hört man total gerne, aber du hast ja eine. Also du hast ja mehrere sehr wichtige Entscheidungen in deinem Leben getroffen. Du hast ja irgendwann die Entscheidung getroffen. Okay, ich bin jetzt Manager hier im Markt. Also wie gesagt, zum Schluss warst du ja dann auch in Köln Höhenhaus und dann gab es ja den Gedanken okay, das wäre es doch cool, Kaufmann zu werden. Wie? Wie? Wie? Wie kam der Gedanke und wie hast du diesen Schritt dann für dich angegangen?

Emal: Ja, der Gedanke, privat zu werden, das war ja schon immer wieder irgendwo im Hinterkopf in der Ausbildung schon mal auf Themen getroffen, wo man die Selbstständigkeit gesehen hat und gedacht hat Ja, könnte man sich auch vorstellen. Aber man hat am Anfang erst mal Ziele gehabt, Manager zu werden. Das war so die erste große Hürde, um das zu schaffen. Auch geschafft. Und als ich dann Manager war, war dann schon der Gedanke noch einen Schritt mehr Wär doch auch cool, ne? Damals noch im Gespräch mit Herrn Schäuble, meinen damaligen Vertriebsleiter, der auf mich zugekommen und gesagt hat.

Emal: Wir sprechen über die Zukunft. Was machen wir mit dem ehemaligen Manager? Kannste was? Willst du noch mehr? Willst in die Zentrale? Willst du mein Team kommen? Das kannst du dir vorstellen. Und ich habe tatsächlich damals gesagt. Ja, es ist eine interessante Idee, aber ich mache die Fläche so gerne. Und auch wenn die zentralen Positionen auch sehr schöne Jobs, sondern auch sehr interessant. Aber ich glaube, ich bin ein Mensch, der auf der Fläche bleiben muss. Und deswegen habe ich dann gesagt, ich würde dann gerne Partner Kaufmann werden. Das ist natürlich dann mein Markt geworden. Das war natürlich purer Zufall. Ich bin ja aus einem bestimmten Grund dahin gekommen. Der hatte keine Führung gehabt, Deswegen war er so ein bisschen in Schieflage gekommen. Es stand der Herr Rohe mit seinen großen Markt nebenan an und man hat sich Sorgen gemacht. Schafft dieser Standort ist oder nicht. Und es hieß Der ist möglich. Sie machen das. Man hat mir vertraut. Das Vertrauen habe ich auch zurückgegeben. Wir haben den Standort erfolgreich weiterentwickelt.

Emal: Wir haben sogar einen Umbau gemacht. Und auf einmal wurde er ausgeschrieben. Das war natürlich ein Jackpot Baby, den man selber gestaltet hat, den man selber umgebaut hat. Selbst beim Umbau durfte ich tatsächlich sehr viel mitsprechen. Fand ich auch sehr gut damals. Habe ihn schon sehr so gelenkt oder so gebaut, dass es so dem entspricht, was ich mir so vorstelle mit diesem offenen Eingang. So, du weißt ja, wenn man da bei mir reinkommt, das wirkt immer sehr einladend. Den dann noch bekommen. Als Privater habe ich natürlich Vollgas gegeben. Natürlich ist es eine große Herausforderung von heute auf morgen dann vom Partner Kaufmann Job sich dann richtig zu bewerben, alles durchzulaufen. Aber ich kann jedem nur sagen Mach das. Die Rewe macht da noch mal eine Analyse mit ein. Man guckt dann die Stärken und Schwächen von innen nach und dann wird das auch noch mal einem bewusst. Man muss da noch mal wirklich reflektieren. Haben die recht oder nicht? Und die haben auch Recht. Und man arbeitet dann zusammen mit der Rewe an den Schwächen und das formt einen umso mehr.

Emal: Ich kann jetzt sagen, das hat mich tatsächlich auch persönlich weitergebracht, das Ganze. Und jetzt als Partner Kaufmann bin ich eigentlich, glaube ich, da, wo ich sein wollte, die ganze Zeit schon, weil morgens immer fröhlich zur Arbeit zu kommen. Das war zum Beispiel in der Gastronomie nicht so, ich komme morgens zur Arbeit, am Lächeln im Gesicht, und da sagen viele Kollegen, was wir haben. Sie lächeln morgens. Ich komme gern hierhin. Ich gehe auch gern hier weg, weil der Job ist tatsächlich perfekt. Also, wenn man die Fläche mag. Vielleicht ist es nicht für jeden, aber für mich persönlich kennen auch viele Kollegen, die genauso denken. Der ist facettenreich. Du machst vieles. Es ist nicht jeden Tag dasselbe. Du bist mit vielen Menschen im Kontakt. Die Menschen kennen dich. Vor allem, dass der Standort Köln was für mich so interessant macht mit dem Veedel. Du wirst ja immer von dem Umfeld auch aufgenommen. Und wenn du noch mal Partner Kaufmann bist, dann sehen die dich auch noch mal ein bisschen anders.

Emal: Ich war vorher Manager. Als ich Partner Kaufmann wurde, kamen auf einmal Menschen durch Stammkunden, die ich schon ewig kannte, mir die Hand gegeben haben und gesagt haben Freue mich, dass du es geschafft hast. Dank dir kommen wir öfters hierhin und jetzt, wo du dein Laden das kann man ja so gerne, das hört man gerne. Das motiviert einen nochmal. Und ich habe bis heute nichts bereut. Gerne. Weiter so!

Christiane: Sehr, sehr schön. Du hast jetzt total viel erzählt. Ich würde gerne noch mal nachhaken. Also, du hast eben gesagt, du warst dann Manager und dann ist der Markt ausgeschrieben worden. Nimm uns doch mal mit in die Phase der Bewerbung. Also wir haben schon den anderen Folgen kurz darüber gesprochen, dass sich jede Person, die die Idee hat, sich selbstständig zu machen, sich bewerben muss in Bewerbungsverfahren kommt. In den Auswahlprozess. Erzähl doch mal von dem Auswahlprozess. Was hast du alles dafür getan, dass du genau diesen Standort bekommst?

Emal: Man muss natürlich dann der Rewe zeigen, dass man erst mal das will.

Emal: Die Rewe gibt ja einen Rewe Markt ab und das ist ja schon mal was tolles. Das geben die natürlich jetzt nicht blind an irgendjemanden ab. Du musst natürlich dann beweisen, dass du genau der Richtige bist. Und du musst natürlich mit Herzblut dafür kämpfen. Du musst dann alles zeigen, was du kannst, was du machen willst und was du in Zukunft mit dem Markt noch gestalten möchtest. Dass du tatsächlich jeden Tag da bist, Vollgas gibst und den Markt auch schaffst. Du bereitest einen Businessplan vor. Du erstellst Daten. Du sagst deine Ideen. Du zeigst auf, was du in der Vergangenheit schon mal gemacht hast. Alles groß in der schönen Mappe. Fertig machen. Im Auswahlprozess gehen. Mit vielen Leuten noch mal sprechen. Es sind ja sehr viele Leute, die Entscheider sind. Da muss man mit ihnen in Gespräche gehen und denen auch mal zeigen, wer man ist. Du musst dafür was kämpfen. Viele denken immer, es ist eine Ausschreibung. Da bewerbe ich mich. Da komme ich hin. Da ist man aber nicht alleine.

Emal: Es wollen ganz viele. Das ist nämlich was ganz Besonderes. Einen eigenen Markt zu kriegen. Und bei der Rewe tatsächlich, wenn man das zeigen kann, dass man der Richtige ist. Dann kriegt man noch den Job. Aber dafür muss man auch was tun.

Christiane: Verstehe. Und du hast ja eben auch gesagt, ihr habt dann auch gemeinsam geguckt, wo sind vielleicht noch was ist jetzt Schwächen genannt? Man sagt ja auch so gerne Entwicklungsfelder. Aber dass man auch gemeinsam. So habe ich es verstanden mit dem Unternehmen. Schaut, okay, da sind Punkte. Da können wir noch was dran arbeiten. Und auch das wird unterstützt. Gemeinsam.

Emal: Genau. Es gibt ja einen Account, da geht man immer hin. Und da wird man auf Herz und Nieren geprüft. Und da. Stressbedingungen würde ich es so sagen. Und danach wird dann noch mal sich zusammengesetzt und das nimmt einen schon mit. Das ist nichts Einfaches. Da würde ich schon sagen, da sollte man sich gut darauf vorbereiten. Und danach wird dann geschaut, wo sind die Stärken, wo sind die Schwächen? Und an den Schwächen wird dann gearbeitet und tatsächlich sehr auf Augenhöhe.

Emal: Sehr fair werden Seminare ausgesucht. Es wird versucht in Gesprächen und Co das alles zu machen und tatsächlich als machbar. Also nicht einknicken, wenn man nicht der Beste ist. Kein Mensch ist perfekt. Jeder hat Stärken und Schwächen. Und das finde ich so toll bei der Rewe, dass die tatsächlich dann auf Augenhöhe mit ihnen sprechen. Man muss auch kritikfähig sein, diese Kritiken aufnehmen und reflektieren und dann das irgendwo umsetzen. Ja.

Christiane: Super. Und du hast es ja eben schon gesagt es ist eine tolle Möglichkeit. Und Leute, bewerbt euch.

Emal: Auf jeden Fall, auf jeden Fall.

Christiane: Was waren denn für dich auf dem Weg vom Managerleben zum Kaufmannsleben. Die größten Herausforderungen.

Emal: Die größte Herausforderung zum Kaufmann war tatsächlich das, was man sich vorher aufgebaut hat. Als Angestellter baut man sich ja über die Jahre so ein Wohlfühlnest auf. Man hat die Rente, man hat den Job, die Jahre. Man hat ein geregeltes Leben, geregeltes Einkommen. Man ist bei der Rewe schon sehr geschützt, muss man schon sagen, auch als Marktmanager. Und dann entscheidest du dich für die Privatisierung.

Emal: Und da musst du mit dir selber kämpfen. Und dann musst du aus dieser Wohlfühloase bereit sein, in das Risiko reinzugehen. Wenn man natürlich dann noch Familie hat, wenn man selbst alleine ist, glaube ich einfacher. Also für mich war das mit der Familie ein bisschen schwierig. Man hat Haus, man hat Frau, hat Kinder. Ich habe jetzt ein Kind, aber es gibt da mehrere haben. Und dann entscheidet man sich Mache ich das, mache ich das nicht. Also ich muss mich selber tatsächlich überwinden. Aus heutiger Sicht hätte ich das früher getan oder auch schneller mich entschieden. Man muss da gar keine große Angst haben. Da ist. Ich nenne das immer so gerne der große Bruder Rewe. Immer für einen da. Jetzt, wo ich auch die Einblicke komplett drin habe, wie man als Partner Kaufmann ist. Man ist nie alleine. Und das ist das Tolle an der Genossenschaft. Ruhig Mut macht das. Macht das schneller. Überwindet euch selber. Es sollte einen bewusst sein, dass man dann trotzdem tagtäglich. Dann keinen mehr hat, der über die Finger guckt, sondern dann bist du derjenige, der.

Emal: Motiviert jeden Morgen da sein muss, sein Team motivieren muss bis zum Abend und am nächsten Morgen wieder von vorne. Und das dann dein ganzes Leben. Aber wie gesagt, ich komme immer noch mit dem Lächeln zur Arbeit. Und es lag mir schon immer. Ich habe vorher auch immer die Märkte nicht als Marktmanager gesehen, sondern ich habe mir gedacht, ich bin doch derjenige, der es entscheiden muss. Ich bin doch hier vor Ort. Und ich glaube, das ist das, was mich geprägt hat und dass ich bis heute noch gerne mache.

Christiane: Man könnte ja auch sagen, als an einem Markt ausgeschrieben wurde in Höhenhaus, das könnte man ja als zweites großes Zeichen deines Lebens irgendwie beschreiben. Also Ausbildung. Markt neben deiner Grundschule. Und dann wurde genau der Markt ausgeschrieben. Stand für dich fest. Ich werde auf jeden Fall Kaufmann. Egal wo oder was er. Wenn, dann in hohen Haus.

Emal: Also im Vorhinein stand fest Ich war Kaufmann, egal wo. Ich will Kaufmann werden, habe in meiner Karriere ja schon alles mitgemacht, vom ländlichen Märkten bis zur Großstadt, bis im Ruhrgebiet, in Herne, an der Bahnhofstraße, in einem Markt, der auch in Brennpunkten auch über Jeder mag einen eigenen Charme.

Emal: Höhenhaus als Manager war für mich dieses multikulturelle Höhenhaus, wissen viele nicht, gehört zu Mülheim. Und es ist multikulturell. Und das passt auch irgendwo so zu mir. Diese freche Schnauze, die man auf der Schäl Sick drauf hat, die ist noch ein bisschen spitz. Weniger als auf der anderen Rheinseite. Die haben halt ihre Herzen auf der Zunge, sagen das, was sie denken, sind aber nicht böse. Ich bin auch so ein Schlag von Mensch und ich bin auch multikulturell. Als ich hörte, dass Höhenhaus ausgeschrieben wird, weil ich gesagt habe, der Laden passt so zu mir, die Umgebung passt so zu mir. Das bin eigentlich ich und deswegen muss es dann auch Höhenhaus sein. Ja.

Christiane: Wir haben jetzt schon ganz viel über den Markt gesprochen. Sag doch mal ein paar Eckdaten Wie groß ist dein Markt, wie groß ist dein Team? Was gibt es da so für Besonderheiten?

Emal: Ja, das ist der Vorteil an meinem Markt ist Mein Markt ist schon sehr lange am Netz. Ist nicht der Rewe früher unter Minimal und Dezuma? Also der Standort ist schon sehr gut gefestigt.

Emal: Wir sind knapp 2000 Quadratmeter groß. Das ist für Kölner Innenstadt Verhältnisse eigentlich relativ groß. Wenn man ländlich geht, natürlich nicht. Aber für Kölner ist das schon ein größerer Markt. Wir sind momentan knapp 80 Mitarbeiter. Mit den GBS schwankt es immer hin und her. Viele machen Abi und kommen und gehen. Aber so circa 80 sind immer tagtäglich. Ja, wir haben eine schöne große Abteilung überall. Jede Abteilung ist groß genug. Also Wir haben keine Abteilung, wo wir sagen müssen, wir müssen aus Platzgründen da mal ein bisschen kleiner nehmen. Du kommst rein in den Markt. Das ist morgens früh schon mal, Du hast einen riesigen Blumenempfang. Wir haben auch draußen Blumen. Du kommst rein in eine Vorhalle, die voll mit Blumen ist. Danach kommst du in offenen Obst und Gemüsebereich rein, wo auch tagtäglich das Regionale und so was geliebt wird. Direkt danach, mit Sushi und danach geht es schon in den Theken. Versucht immer das Beste anzubieten, große Auswahl anzubieten. Weil wir sind nun mal VollSortimenter und das Sortiment, da wollen wir auch aufgenommen werden, dass wenn der Kunde kommt, dass bei uns auch so viel wie möglich auf seine Liste kriegt, auch wenn es außergewöhnlich ist.

Emal: Danach die Molkerei Abteilung. Danach kommen wir, die große Wein und Sektabteilung, die bei uns auch wieder ein bisschen Prestige ist. Wir haben sehr teure Spirituosen, sehr teure Weine. Wir haben zum Beispiel jetzt auch den Trend mitgenommen, 3 Meter allein, einen alkoholfreien Wein und Sekt und Spirituosen. Tendenz steigend. Die Leute trinken weniger Alkohol, wollen aber auf ihren Cocktail nicht verzichten. Dann ist halt ein alkoholfreier Cocktail oder der Wein ist dann alkoholfrei. Genauso das gleiche Mehrwegsystem wie im Mehrwegbereich. Einen eigenständigen Mehrwegmarkt aber komplett im Markt integriert. Also nicht, dass man da irgendwie hin und her gehen muss, gibt es ja noch in vielen Märkten. Die Wende habe ich beim Umbau komplett wegnehmen lassen. Der ist im Markt drin. Das heißt, du kannst. Der hat einen separaten Eingang. Aber das fällt dir so gar nicht auf, dass es ein separater Getränkemarkt ist. Dann kommst du zum Non Food Bereich im Tiefkühlbereich und dann geht es schon wieder zum Ausgang. Mittlerweile sechs Kassen. Da kommst du wieder raus mit genügend Kassen, auch für den großen Einkauf.

Emal: Weil wir haben einen hohen Durchschnittsbogen und da sind Skos sehr schön, sehr praktisch. Aber der Einkaufswagen voll ist. Dann gehst du noch zu der Kassiererin. Du bist eine Ware aufspannt.

Christiane: Habt ihr in deinem Markt einen Schwerpunktbereich? So ein Steckenpferd, wo du sagen würdest Okay, genau dafür steht unser Markt in den Höhen. Also du hast ja eigentlich eben schon mal gesagt, so, dieses Multikulturelle oder die Besonderheiten bei Wein, Sekt, Spirituosen. Ob mit oder ohne.

Emal: Ja, tatsächlich. Also Schwerpunkt haben wir tatsächlich viele. Also ich werde versuchen, in jeder Abteilung einen Schwerpunkt zu setzen. Es ist nicht so, dass wir uns auf eine Sache fixieren. Wir versuchen, so viele Leute wie möglich zu bekommen. Aber wir haben eine ziemlich hohe Konkurrenz. Wenn man Mülheim kennt an orientalischen Geschäften und was ich auch damals in meiner Präsentation erzählt habe. Es gibt nun mal Menschen in Köln, die haben einen Migrationshintergrund, und sie sind auf vielen Produkten nun mal auf den orientalischen Supermarkt angewiesen. Aber das schaffen wir auch in einem Rewe Markt.

Emal: Und das schaffen wir bei uns sehr besonders. Also wir haben einen ziemlich großen multikulturellen Ecke. Du kriegst zum Beispiel bei uns für die türkische Gemeinde von den Gewürzen bis zu den Konserven eigentlich alles. Wir sind jetzt auch dabei, die Tiefkühlprodukte von denen mit aufzunehmen und das mit zu integrieren. Und nicht nur da, auch asiatische Produkte sehr breit. Auch der komplette Balkan ist dabei, Osteuropa ist dabei. Also wir lassen da keinen aus. Viele italienische Produkte, weil es auch sehr viele Italiener gibt, die bei uns einkaufen kommen. Wir versuchen da alles zu bündeln und was ziemlich interessant ist für mich bei den türkischen Produkten. Wir haben qualitativ hochwertigen Lammert schon aufgenommen über Strecke und ich habe damals gedacht, dass der Typ das kauft, jetzt der Türke, der Orientaler ist, aber gar nicht so die größte Gruppe, die das kauft. Das sind Senioren, die keinen Migrationshintergrund haben und die dann sagen Hören Sie mal, das kenne ich aus dem Urlaub und das habe ich mir ein bisschen jetzt hier verändert. Ich hole mir jetzt noch ein Jahr Salat dazu, dann packe ich den da rein und ich habe nicht so viel Rente.

Emal: Und dann habe ich eine komplette Mahlzeit für zwei, 3 €. Und das schmeckt auch noch gut und frisch und schön gesund. Und genau dasselbe auch bei den Gewürzen. Da kommen dann Senioren zu mir und sagen wir Hören Sie mal, jetzt haben Sie schon so viele Gewürze, aber können Sie auch noch diese Grillgewürze holen? Dann zeigen Sie mir so eine Verpackung, wie Sie das so kennen. Aus der Handtasche raus. Das kaufe ich sonst immer hier in Mülheim bei meinen Lieblings Türken. Können Sie das bitte auch im Sortiment aufnehmen. Das machen die da im Urlaub immer so super, das will ich auch haben. Also tatsächlich kriegt man da sehr viele mit. Und ja, wir haben da ein großes Sortiment multikulturell. Aber ja, wir haben auch sehr viele Spirituosen Wein. Auch bei Obst und Gemüse regional. Wir versuchen es breit aufzustellen, aber das Multikulturelle ist, glaube ich, das Große, wo wir versuchen, das weiter auszubauen. Erst mal bei Tiefkühlprodukten und danach noch mal schauen, ob wir das in der FrischEtheke auch noch hinkriegen.

Christiane: Ja, spannend. Sag mal gerade die Adresse deines Marktes, damit unsere Zuhörerinnen natürlich auch dich besuchen können.

Emal: Ja, die richtige Adresse ist es auch. Wir haben mehrere Adressen. Das ist jetzt so schwierig. Die Hauptadresse, die eigentlich überall bei der Rewe angemeldet wird, das ist die von Modelschwingstraße sechs in Köln. Höhenhaus. Man muss dazu wissen, dass das Grundstück aus mehreren Grundstücken besteht, damit es zu groß sein kann mit dem großen Parkplatz. Also bei uns gibt es auch immer einen Parkplatz. Google nennt immer die Berliner Straße, weil da haben wir auch einen Eingang. Okay, aber es gibt noch zwei andere Adressen. Also von Straße oder Berliner Straße 281. Das ist unser Rewe Markt.

Christiane: Okay, also alle sind eingeladen, den Markt zu besuchen und auch gerne was einzukaufen.

Emal: Du auch.

Christiane: Ich war auch schon länger nicht mehr da. Okay. Das stimmt. Das stimmt. Ich würde gern noch wissen. Die Besonderheit bei dir ist ja vor allem, dass du im selben Markt vorher Marktmanager gewesen bist, dann als Kaufmann übernommen hast.

Christiane: Kannst du dich noch an den Tag erinnern? Es ist wahrscheinlich eher eine rhetorische Frage. Wirst du können. Aber dieser Tag, an dem du dann tatsächlich der Kaufmann warst und wie so das Gefühl morgens war, als du dann als Kaufmann dann den Markt betreten hast.

Emal: Ja, tatsächlich kann ich mich daran erinnern. Und zwar gab es diesen Moment zweimal bei mir. Einmal. Ich habe kurz vor der Eröffnung. Man muss natürlich ein bisschen Papierkram noch erledigen mit dem Tresor und Co. Dass man das noch mal erzählt, habe ich dann als Termin genommen über Silvester zu sagen, okay, dann lade ich noch mal meine Freunde und Familie ein, dann können wir hier mal drauf trinken. Und während wir das gemacht haben und was getrunken haben und darauf angestoßen haben, war mir das so gar nicht bewusst. Und dann gehen alle und ich schließe den Laden ab. Und ich denke mir Oh, es ist deiner. Ein positives Gefühl, Aber seltsam, man kriegt so ein bisschen Gänsehaut und denkt man jetzt bist du alleine. Aber hey, du bist alleine, Das ist deiner.

Emal: Und den hatte ich tatsächlich vor kurzem noch mal, und zwar wir hatten baulich Probleme, meinen Namen drauf zu machen. Da gab es Probleme mit dem Vermieter. Man muss auch Papiere einreichen bei Stadt Köln, um so einen Namen drauf zu machen. Das dauert ewig. Dann ist noch ein LKW gegen gefahren, Dann hatten wir noch einen Versicherungsschaden mit Namensschild.

Christiane: Also man erlebt wilde Dinge.

Emal: Ja. Von Monat kam eigentlich mein Name drauf, der war auch Kassenbons und sowas da. Von Monat kam eigentlich der Name drauf und dann guckst du hoch und guckst dir das an, Während die das fertig gemacht haben, nimmst du es ab. Da hast du so ein Gefühl. Und dann kam ein Kunde, klopft mir auf die Schulter und geht weiter. Und ich denke mir Okay. Ja, es war schon wieder mal was Besonderes. Aber das ist ein tolles Gefühl. Das kann ich jedem nur empfehlen, das zu machen. Das macht einen selber auf sich selber irgendwie noch stolz. Ich weiß nicht, ob es falsch anhört oder eingebildet, aber es ist so ein schönes Gefühl.

Emal: Kann ich jedem nur empfehlen.

Christiane: So, das war unsere Harfe. Das Zeichen für das dies oder das Spiel. Das haben wir für dich natürlich auch mitgebracht. Regeln sind total einfach. Ich gebe dir zwei Optionen. Du musst dich für eine entscheiden. Also im Notfall kannst du auch sagen, ich kann mich nicht entscheiden. Beides oder keins von beiden, weil passt nicht. Okay. Bist du bereit? Ja. Sehr gut. So, dies oder das machst du eher ein Großeinkauf oder mehrfach die Woche?

Emal: Mehrfach.

Christiane: So praktisch, oder?

Emal: Wenn man jeden Tag da ist. Es ist.

Christiane: Wirklich.

Emal: Quatsch.

Christiane: Eigentlich braucht man gar keinen Kühlschrank zu Hause.

Emal: Doch, schon. Ja.

Christiane: Du hast es eben schon mal kurz gesagt. Ich vermute es. Kaffee oder Tee.

Emal: Kaffee. Aber wenn es möglich wäre, tatsächlich im privaten Leben. Grüntee auf der Arbeit, im Kaffee.

Christiane: Okay, also im Prinzip beides. Ja. Dann eine etwas spaltende Frage. Mir wurde ja schon mal hier vorgeworfen, dass es alles viel zu ungesund ist, was ich hier abfrage.

Christiane: Es geht um Nutella. Kannst du dir wahrscheinlich vorstellen, mit oder ohne Butter.

Emal: Gar kein Nutella.

Christiane: Aha. Sondern was kommt aus Brötchen oder.

Emal: Ich bin der herzhafte Typ. Käse. Wurst. Butter? Ja. Aber alles, was süß ist. Nutella auf dem Croissant. Ja, da ohne Butter vielleicht. Aber nee, eigentlich gar keine.

Christiane: Gar nicht. Okay. Hörst du lieber Podcasts oder liest du Bücher?

Emal: Podcast. Würde gerne mehr Bücher lesen, aber. Podcast?

Christiane: Hast du außer die Website Stories natürlich einen Lieblingspodcast?

Emal: Ja, ich habe tatsächlich mehrere und denen ich es momentan höre. Da sind tatsächlich Kaulitz Hills. Weil es so verrückt ist und die beiden ja solche Rampensäue sind, die ganz genau wissen, wie sie mit Themen und so spielen und alles die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Es ist einfach nur unterhaltsam. Es hat keinen Sinn und kein Verstand, aber es ist unterhaltsam.

Christiane: Es ist wirklich Entertainment, also kann ich nachvollziehen. Thema Cornflakes. Wenn du Cornflakes essen würdest, kommen bei dir zuerst die Cornflakes in die Schüssel Oder zuerst die Milch.

Emal: Erst die Cornflakes. Andersrum ist Quatsch.

Christiane: Ja, sehe ich auch so. Es gibt welche. Da kommt die Milch zuerst. Wir haben bei uns jetzt aber noch keinen gefunden. Aber es gibt Statistiken, dass Menschen das auch umgekehrt machen.

Emal: Ja, meine Tochter. Aber die macht immer erst die Milchkanne und dann diskutiere ich. Ich meine, die ist auch drei. Dann diskutiere ich immer. Macht auch erst den Konflikt rein. Nein, ich mag das, wenn das stimmt.

Christiane: Aha. Also, Person ist gefunden. Kaufst du mit einem Einkaufszettel oder eher spontan ein?

Emal: Spontan. Das ist, wenn man im Handel arbeitet. Jeder kennt das. Du machst irgendwas, das Regal. Du machst irgendwas schön und hast eigentlich keinen Hunger. Und du denkst, Diesen Keks hatte ich aber noch nicht. Und dann kommt er ins Körbchen.

Christiane: Die Inspiration. Genau. Das Körbchen mit dem Namen drauf.

Emal: Ja.

Christiane: Okay. In Köln ist beides schwierig. Auto oder Öffis?

Emal: Auto?

Christiane: Dann doch.

Emal: Öffis. Schon seit Ewigkeiten nicht mehr.

Emal: Fühle ich mich nicht mehr wohl. Tatsächlich drin. Okay, lieber Auto.

Christiane: Wenn du einkaufst in deinem Markt oder vielleicht auch mal zu Kolleginnen oder Kollegen gehst. Gehst du dann an die klassische Kasse oder scannst du selber?

Emal: Ich kenne tatsächlich selber. Wobei ich gerne denke. Ja, geh doch mal in die Kassen. Quatsch. Aber es geht schneller. Und dass man schnell wieder raus. Und das ist der Grund.

Christiane: Wir haben extra gesunde, schrägstrich vitaminreiche Fragen dazu addiert. Also, Wassermelone oder Erdbeere?

Emal: Wassermelone? Auf jeden Fall. Vielleicht, weil ich orientalisch bin. Es knurrte schon der Magen, weil es schon hier so viel vom Essen erzählt. Okay.

Christiane: Okay, dann machen wir weiter mit Essen. Selbst kochen oder Restaurant?

Emal: Selbst kochen.

Christiane: Okay. Was ist dein Tisch?

Emal: Mein Lieblingsgericht tatsächlich ist. Ich komme ja ursprünglich aus Afghanistan. Die afghanische Art und Weise, wie man Nudeln macht, mit einer Tomaten Joghurt Quark Soße.

Christiane: Oh, das hört sich aber.

Emal: Getrockneter Minze drauf.

Christiane: Okay. Wann können wir vorbeikommen?

Emal: Wann ihr wollt.

Emal: Sag Bescheid.

Christiane: Und die allerletzte Frage schon beim Thema Sport. Bist du echter Athlet oder eher Couchpotato?

Emal: Ja, ich würde sagen, ich bin der echte Athlet in einem CouchpotATO Körper. Aber ich versuche, wieder sportlicher zu werden.

Christiane: Okay. Hast du eine Lieblingssportart? Also entweder zum selber machen oder als CouchpotATO im Fernsehen zum Beispiel anzuschauen.

Emal: Im Fernsehen anzuschauen. Früher ja gern mal Fußball, aber tatsächlich viel mehr für so was. Mittlerweile auch viel die Zeit für. Auch schon als Manager. Man hat einfach viel zu viel zu tun. Da ist mir Familie und Beruf tatsächlich wichtiger. Sieht man mir heute nicht mehr an, aber ich bin früher gern gejoggt Und da würde ich auch gerne wieder hin. Weil wenn man joggt und wo ich auch einen Hund habe, den Hund dabei hat. Das Ländliche, wo ich auch wohne. Da kriegt man den Kopf sehr schön frei. Also Joggen liegt mir eigentlich schon sehr gut.

Christiane: Das kann ja alles wieder werden.

Emal: Ich bin dabei.

Christiane: Eben auf jeden Fall viel Erfolg dabei. Und danke schön für die Beantwortung der Fragen.

Christiane: Immer. Wir haben eben schon über deinen Markt gesprochen und wie man so schön sagt Ein Markt lebt ja vor allem durch die Menschen, also durch das Team. Und du sagtest, dass du round about 80 Menschen bei dir hast. Wie bekommst du alle unter einen Hut? Weil ich kann mir vorstellen, das sind ja 80 unterschiedliche Charaktere.

Emal: Ja, das ist die große Herausforderung. Je größer das Team wird, umso mehr natürlich auch die Arbeit. Man denkt ja immer überall so viele Mitarbeiter, der hat ja nichts mehr zu tun. Das stimmt nicht. Es ist genau andersrum Je mehr Mitarbeiter du hast, umso mehr Schritte musst du machen. Und ich bin jemand, der das gerne mal auf Augenhöhe macht. Ich bilde mir gerne um mich herum Führungskräfte aus, die ich dann auf Augenhöhe auch wie alle anderen auch betrachte und mit ihnen zusammenarbeite. Die mit dazu hole ich mir ein Team um mich herum aufbaue. Und dieses Team kriegt dann auch jeder unter sich noch mal Mitarbeiter und verteilt das weiter. Und wenn man dann zusammen mit dem Team und jedem Mitarbeiter, auch wenn er Ideen hat, zusammenarbeitet und die dann auch zusammen reinholt, dass man sagt, wir sind doch schon eine Familie.

Emal: Ich versuche so weit wie möglich mit jedem, den ich sehe, auch immer zu quatschen und zu reden und auch mal ein Smalltalk zu halten, damit man auch mit denen mal wieder gesprochen hat. Das gelingt ganz gut. Dadurch sind wir eine Familie. Viele funktionieren dann selber, sind dann motivierter. Da kommen auch sehr oft super Ideen. Es ist wie ein bisschen wie bei einer Hydra. Es kommen immer mehr Köpfe dazu. Es ist nicht nur ein Kopf, sondern mehrere und viele Entscheidungen, viele Ideen. Und am Ende entscheidet man natürlich, welche man nimmt. Und es ist unglaublich, was manche Kollegen dann noch aus dem Ärmel zaubern, wo man denkt Wow, stimmt, können wir auch noch mal so funktioniert.

Christiane: Wie haben die damals darauf reagiert, als du vom Manager zum Kaufmann geworden bist?

Emal: Tatsächlich sehr positiv. Da war ich auch ein bisschen berührt. Die haben sogar Unterschriften gesammelt, dass ich dann den Partner aufnahmen. Sie werden sollte. Nein. Süß. Ja, fand ich auch. Es kam auch ein bisschen Tränchen, muss ich sagen.

Emal: Macht man dann doch irgendwas richtig?

Christiane: Ja. Sehr toll. Sehr toll. Wenn ich jetzt zu dir in den Markt kommen würde. Also mache ich bald. Versprochen. Und zu deinen Mitarbeitenden gehen würde und die fragen würde. Wie ist denn der immer so? Was würden die wohl über dich sagen?

Emal: Schwierig. Das müssen Sie die Mitarbeiter fragen. Kann es du nicht beantworten. Man denkt ja immer, man ist so der nette Chef auf Augenhöhe. Ich habe ein Gespräch noch mit jemand vor kurzem geführt, hier vom Auge. Und zwar hatten wir ein Programm mit dem Arbeitsamt, wo wir Leute versucht haben, die nicht im Arbeitsleben sind, bei uns reinzubringen. Man hat ein Gespräch mit dem Kollegen von der Rewe, der mit der Dame gesprochen hat, und die Dame hat gesagt Ja, der ist sehr lieb und nett und hilft einem auch immer. Und er ist auch immer da. Aber ich muss auch sagen, ich habe, wenn er reinkommt und den Raum betritt, also werde mal links und rechts gucke. Das macht mir schon ein bisschen Angst.

Emal: Manchmal. Aber ich arbeite trotzdem gerne da. Und seitdem denke ich mir Wieso haben die eigentlich Angst vor mir? Also andere Kollegen würden das jetzt nicht sagen, dass sie Angst vor mir haben, aber das war das, seitdem ich sage. Also da müsstest du meine Mitarbeiter fragen. Ich arbeite gern da. Ich kriege eigentlich auch immer gut Feedback zurück. Ich hoffe, dass ich gut ankomme, dass ich in der Sache vielleicht manchmal streng bin. Es gehört leider zum Job dazu.

Christiane: Ja, kann mal den Gegencheck machen.

Emal: Ja.

Christiane: Genau. Du hast jetzt schon mehrfach diesen Begriff auf Augenhöhe angesprochen, also in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen. Was ist denn dir noch wichtig als Chef mit deinem Team? Hast du vielleicht irgendwelche Maßnahmen oder Tipps, die du auch deinen Kollegen Kolleginnen weitergeben kannst? Oder angehenden Kaufleuten?

Emal: Ich bin schon sehr lange bei der Rewe und das Arbeitsklima hat sich ja über alle Unternehmen in den letzten Jahren sehr geändert und viele sind noch auf diesen alten Kurs. Ich mache alles selber. Gib mal was ab. Vertraue den Leuten, den du hast, weil du musst den auch vertrauen, weil die treiben ja deinen Markt voran.

Emal: Und wenn du den vertraust und auch Aufgaben mal weiter gibst, die, die dann auch machen können, nimmt dir das eine unheimliche Belastung ab. Und du wirst sehen, die können es genauso gut wie du. Es gibt auch manche, die können manche Sachen besser als ich, gebe ich auch ehrlich zu. Ich könnte nicht wie mein Metzger das Fleisch so perfekt schneiden. Also, ich würde es so halb hinkriegen. Aber da wird der Kunde wiederkommen. Da ist aber eine Sehne vergessen. Einfach mal abgeben, delegieren und dann laufen lassen. Kontrollieren Und kann ich Ihnen nur als Tipp geben. Das erleichtert unheimlich die Aufgabe und führt den Markt auch tatsächlich voran, weil man denkt nicht nur alleine, sondern es ist immer einer da, der dann mitdenkt. Ich könnte zum Beispiel. Ich meine, ich hatte ja vor kurzem eine Krankheit, wo ich längere Zeit ausgefallen bin und das hat mir geholfen. Ich habe nur per Telefon mit dem Markt einen Kontakt gehabt für ein paar Wochen und der Markt lief von selbst. Also es war ja nicht vorbereitet, dass man in Urlaub geht, mal alles abgesagt hat.

Emal: Die haben alles gemacht. Die Rewe als Partner war da natürlich, die dann auch mit kontrolliert hat. Aber die haben auch gesagt, deine Leute haben das im Griff. Die machen das schon.

Christiane: Ist jetzt eigentlich alles so, wenn du noch mal zurückblickst, wie du dir das vorgestellt hast, so den eigenen Markt zu haben, Oder gab hat irgendwo Punkte, wo du sagst das hat mich überrascht. Positiv wie negativ.

Emal: Also positiv ist, ist es das, was auf der Fläche passiert, was in dem Marktgeschehen selber ist? So habe ich es mir vorgestellt mehr Freiheit zu haben, auch die Freiheit zu bekommen, die Unterstützung von der Rewe zu bekommen und auch die Ideen umzusetzen. Super geschockt bin ich tatsächlich, wenn man auf die Behörden alleine losgelassen wird. Also Bürokratie in Deutschland. So packe ich mir jeden Tag, wenn wieder was neues kommt im Kopf und dann weiß man eigentlich mal zu schätzen, was die Kollegen in der Zentrale tagtäglich für einen leisten. Wenn man dann selber dann von A nach B geschickt wird wie bei Obelix und nicht mehr weiß, welchen Paragraph brauche ich jetzt noch? Was für einen Passierschein brauche ich noch, damit ich einfach nur hier eine Unterschrift kriege? Und dann nach mehreren Wochen oder so was kriegt man dann alle Stempel und dann ist man da durch, wo man eigentlich das überhaupt nicht bräuchte.

Emal: Da könnte man ruhig mal ein bisschen Bürokratie abbauen.

Christiane: Unsere Zeit ist superschnell vergangen. Ich habe nur noch ganz, ganz wenige letzte Fragen.

Emal: Ja.

Christiane: Also wenig letzte Fragen. Weil wenn ich die letzte Frage ankündige, kommen dann vielleicht doch noch zwei oder so? Also erste letzte Frage Was sind denn so deine Ideen für die Zukunft? Hast du irgendwelche Ziele oder.

Emal: Für mich persönlich? Oder für den Markt?

Christiane: Gerne beides.

Emal: Erstmal werde ich den Markt weiter forcieren, weiter ausbreiten, dass ich noch mehr Sachen anbieten kann, die die Kunden nicht haben. Zum Beispiel die Ladesäule ist in der Mache, die superschnelle Belieferung mit Volt bin ich dran. Wie gesagt noch mit der Industrie. An Produkten sind wir dran. Das ist das Tagtägliche für mich persönlich in Zukunft. Wenn ich den Markt einmal sicher habe und sagen kann okay, es läuft. Wäre auch ein zweiter Markt nicht ausgeschlossen. Also wie gesagt, ich kann mich auf ein Team gut verlassen, wenn ich das noch ausbauen kann und sagen kann okay, wir können noch einen zweiten Markt machen, wäre das auch nicht schlecht, Aber jetzt erst mal den Markt forcieren.

Emal: Wir haben da Baustellen, Probleme. Die müssen wir erst mal bestehen. Und wenn das durch ist und wir sagen können, wir können trotz Baustellen noch so weitermachen, dann überlege ich mir das noch mal.

Christiane: Okay, dafür und für die Zukunft und vielleicht den zweiten Markt. Auf jeden Fall hier schon mal viel Erfolg.

Emal: Danke!

Christiane: Apropos Erfolg Wir haben eben schon mal kurz über das Thema Tipps gesprochen. Also entweder aktuelle Kolleginnen oder Kollegen oder für neue. Vielleicht magst du noch mal so ganz kurz deine drei Highlight wichtigsten Tipps für angehende Kaufleute nennen.

Emal: Ja, die Tipps wiederholen sich eigentlich, auch wenn man den Podcast mal öfters hört und Partnerkaufleute da sind. Es ist immer dasselbe. Den Mut, also den Mut muss man erst mal mitbringen. Risikobereitschaft muss man dabei haben. Der zweite Tipp habe ich auch schon gesagt. Wenn du jeden Tag fröhlich zur Arbeit gehst und jeden Tag sich selber motivierst, ohne dass du dich motivieren musst, sondern du stehst auf und bist motiviert bis abends hin. Das ist ganz wichtig, wenn du selbstständig bist.

Emal: Da ist keiner mehr. Du bist der Mann. Ja, und als dritten Punkt macht das frühzeitig. Warte Nicht zu lange. Je früher das macht, umso besser für euch.

Christiane: Das ist schon ein super Schlusswort. Jetzt gibt es wirklich die allerletzte Frage. So, du wurdest ja nominiert. Das heißt, du hast jetzt auch die Chance, jemanden zu nominieren?

Emal: Ja. Ich habe mir Gedanken gemacht. Ich habe einen Fehler gemacht. Ich habe ein paar Leute aus meinem Umfeld nominiert, wurde ich gesagt. Wenn ich gefragt werde, was mache ich dann? Macht man sich schon seine Gedanken. Die Leute, mit denen ich gesprochen habe. Richtig. Ich mache es natürlich genauso wie bei mir. Überraschend. Ich glaube, das ist besser. Ich weiß gar nicht, wann der Oliver Hermeier schon hier, ne? Ja, das ist super. Und dann würde ich einen ehemaligen Mitarbeiter, einen Kollegen von mir, der mittlerweile selber Manager ist. Ich weiß gar nicht, ob ein Manager auch empfehlen kann. Na klar, der bin ich.

Emal: Edison. Der ist vor kurzem jetzt Manager geworden im Nachbarmarkt in Mülheim. Der hat auch ein bewegtes Leben. Ich glaube, das ist auch ziemlich interessant, die beiden.

Christiane: Also, ihr beiden. Wir melden uns bei euch.

Emal: Ja. Meldet euch ruhig bei mir als Dankeschön.

Christiane: Ja, mal ganz, ganz herzlichen Dank, dass du heute hier unser Gast warst. Dass du dich den Fragen gestellt hast. Von unserer Seite her auch noch mal ganz viel Erfolg für dich, für den Markt, deine Familie, dein Team. Danke. Und ja, alles Gute für die Zukunft.

Emal: Euch auch. Danke schön.

Christiane: Und wir bedanken uns auch ganz herzlich bei Euch, liebe Zuhörerinnen. Haben euch die Westside Stories gefallen? Dann abonniert uns, folgt uns, klickt aufs Glöckchen, bewertet uns und teilt uns auf Social Media. Ihr findet uns überall da, wo es Podcasts gibt. Wenn ihr Fragen, Anregungen, Themen oder Gäste Vorschläge habt, schreibt einfach eine Mail an podcastwest rewegroup.com. Wir hören uns wieder in zwei Wochen. Wir freuen uns drauf.

Christiane: Bis dahin eine gute Zeit und bleibt gesund und munter.

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